Du bist schwanger - was nun?

Wenn du diese Zeilen liest, hast du wahrscheinlich gerade erfahren, dass du schwanger bist. Wir gratulieren! Ein Baby zu bekommen, ist immer etwas Wunderbares, ganz egal, ob es dein erstes ist oder du bereits erfahrene Mama bist. Egal, von welchem Ausgangspunkt du startest: Wir haben einige Informationen für dich zusammengetragen, die dir zeigen sollen, wie es jetzt weitergeht.

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1. Schwangerschaft: Ärzte, Hebammen, Ultraschalluntersuchungen

Fangen wir am besten mit dem offiziellen Teil an. Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit dem medizinischen Aspekt einer Schwangerschaft - was du tun musst und was du beachten solltest. 

Informiere deinen Arzt von deiner Schwangerschaft

Als Erstes musst du deinen Hausarzt bzw. deinen Gynäkologen von deiner Schwangerschaft in Kenntnis setzen. Dieser wird sich dann um alles Nötige kümmern, Untersuchungen veranlassen sowie überprüfen, ob du zusätzliche Unterstützung, Nahrungsergänzungsmittel oder Ähnliches benötigst. Du wirst sehen: Hast du erst einmal mit dem Arzt über deine Schwangerschaft gesprochen, wird sie gleich viel realer. Jetzt geht es daran, alles andere zu planen!

Es ist überaus wichtig, dass du deinen Arzt umgehend informierst, sobald ein positiver Schwangerschaftstest vorliegt. Dein Arzt kann mit dir den Geburtstermin bestimmen sowie sicherstellen, dass du von Anfang an auf dem richtigen Weg bist. 

Ultraschalluntersuchungen und zusätzliche Tests

Eine Schwangerschaft geht immer mit Untersuchungen und Tests einher. Das macht dich zu Anfang vielleicht nervös, ist aber ein wichtiger Teil dieser Erfahrung.

In Großbritannien werden im Laufe einer Schwangerschaft zwei Ultraschalluntersuchungen durchgeführt:

  • In der 12. Schwangerschaftswoche (bei dieser wird auch der Geburtstermin festgelegt)
  • In der 20. Schwangerschaftswoche (also ungefähr auf halbem Weg)
  • Zusätzlich gibt es ca. einmal im Monat eine Termin mit der Hebamme.

Manche Frauen haben aus medizinischen Gründen zusätzliche Termine mit Arzt oder Hebamme. Diese werden nach Bedarf festgelegt. 

Geburtsvorbereitungskurse

Wenn du jemals eine Folge einer Sitcom gesehen hast, in der eine schwangere Frau vorkommt, dann kennst du sie sicher: Geburtsvorbereitungskurse, in denen die Teilnehmer horrende Videos von Geburten vorgeführt bekommen und „Hecheln“ üben. Die Wahrheit ist wesentlich weniger spektakulär!

Tatsächlich sind Geburtsvorbereitungskurse ein fantastische Gelegenheit, um mehr über den Umgang mit Babys zu erfahren und um Ängste vor der Geburt sowie der Zeit danach abzubauen. Meistens wird mit den Kurse ca. 8 bis 10 Wochen vor dem Geburtstermin begonnen, für Eltern von Zwillingen oder Mehrlingskindern eventuell auch früher. Solche Kurse finden einmal wöchentlich statt, dauern ein bis zwei Stunden und decken eine große Bandbreite an Themen ab, darunter:

  • Wie du in der Schwangerschaft gesund und fit bleibst
  • Die emotionalen Auswirkungen von Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach
  • Der Geburtsvorgang
  • Mögliche Schmerzmittel und Tipps zur Entspannung während der Geburt
  • Babypflege

In Großbritannien werden Geburtsvorbereitungskurse kostenlos von der NHS angeboten. Es gibt aber auch private Anbieter. 

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Schwangerschaftshormone: Eine Achterbahn der Gefühle

Herauszufinden, dass man schwanger ist, löst meist eine regelrechten Gefühlsansturm aus - das ist ganz natürlich. Trotzdem ist es wichtig, zu verstehen, was in dir vorgeht und wie du damit fertigwirst. 

Wie geht es dir mit der Schwangerschaft?

Du freust dich bestimmt bei dem Gedanken an ein Baby - das ist nicht weiter überraschend. Aber trotz aller Vorfreude ist es gut möglich, dass du gerade ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle erlebst. Das liegt auf der einen Seite an den Schwangerschaftshormonen, auf der anderen Seite an der Tatsache, dass eine Schwangerschaft einen großen Einschnitt darstellt.

Es ist völlig normal, dass Eltern - Mütter UND Väter - zeitweise nervös, ängstlich, besorgt und unsicher sind. Du machst dir mit Sicherheit Gedanken darüber, was genau die nächsten neun Monate (und die Zeit danach!) für dich bereithalten, auch dann, wenn dies nicht dein erstes Baby ist.

Das Beste, was du tun kannst, ist, mit anderen über deine Gefühle zu sprechen. Egal, wie du dich fühlst - sprich mit deinem Partner, deinen Freundinnen, deiner Familie, aber auch mit deinem Arzt und deiner Hebamme darüber. Indem du deine Emotionen offen ansprichst, lernst du automatisch, besser mit ihnen umzugehen.

Die britische NHS hat einen sehr nützlichen Leitfaden zur psychischen Gesundheit in der Schwangerschaft herausgegeben.

Schwangerschaftshormone

In der Schwangerschaft übernehmen die Hormone das Ruder. Am Abend rührt dich der Werbespots für eine Autoversicherung zu Tränen, am nächsten Morgen findest du dich sogar ohne Make-Up absolut Instagram-kompatibel. Willkommen auf der Achterbahn der Gefühle, die für eine Schwangerschaft typisch ist!

In der Schwangerschaft kommen insbesondere die folgenden Hormone zum Zug:

  • Oxytocin
  • Prolactin
  • Progesteron
  • Relaxin
  • Humanes Choriongonadotropin

Jedes von ihnen wirkt sich auf unterschiedliche Weise auf dich und deinen Körper aus und hilft dir, die Veränderungen zu bewältigen, die du im Moment durchlebst, und die Entwicklung deines Babys optimal zu unterstützen. Diese Hormone und ihre Auswirkungen sind nichts, wovor man Angst haben müsste. Indem du mehr über sie herausfindest, verstehst du besser, was genau mit deinem Körper passiert.

Der Leitfaden zu Schwangerschaftshormonen des NCT ist besonders nützlich. 

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Recherchen anstellen und dein Umfeld einweihen

Jetzt, da du die medizinische Seite deiner Schwangerschaft ins Rollen gebracht hast und die Neuigkeit selbst ein wenig verdaut hast, besteht der nächste Schritt darin, die gute Neuigkeit mit deinem Umfeld zu teilen. 

Mehr über deine Schwangerschaft herausfinden

Zum Thema Schwangerschaft gibt es eine ganze Reihen von Dingen, zu denen du dich schlau machen kannst. Das hilft dir dabei, Ängste bezüglich Schwangerschaft und Geburt abzubauen und gibt dir außerdem die Möglichkeit, dich kreativ zu betätigen.

Indem du dich auf praktischer Ebene auf die Ankunft deines Babys vorbereitest - zum Beispiel den richtigen Kinderwagen und Autositz recherchierst - lenkst du dich auf konstruktive Weise ab. Ein Kinderzimmer zu planen und sich dem Nestbautrieb hinzugeben, hilft dir dabei, dein Zuhause auf den Neuankömmling vorzubereiten. Du wirst sehen - die Zeit vergeht schneller, und mit jedem liebevollen Detail wird die Vorfreude auf den Geburtstermin größer!

Zum Thema Erstausstattung gibt es eine Vielzahl an Informationen und Ratschlägen - auch von uns. Wir empfehlen, deine Suche auf zuverlässige Quellen zu beschränken, um sicherzugehen, dass du eine realistische Vorstellung von dem erhältst, was dich erwartet!

Dein Umfeld einweihen

Wir kennen das: Wenn wir uns über etwas freuen, möchten wir es am liebsten der ganzen Welt erzählen. Das ist schon in Ordnung - aber es spricht auch nichts dagegen, noch ein wenig zu warten, ehe du dein Umfeld einweihst.

Viele Eltern entscheiden sich dafür, eine Schwangerschaft erst nach der 12. Woche publik zu machen. Da hat man bereits eine Ultraschalluntersuchung hinter sich und weiß, dass der Winzling sich gut entwickelt. Dies gibt sozusagen „grünes Licht“ dafür, die Neuigkeiten mit der Welt zu teilen! Manche Eltern lassen sich noch länger Zeit - und auch das ist völlig in Ordnung.

Schließlich geht es um DEINE Schwangerschaft! Du kannst zwar nicht alle ihrer Aspekte kontrollieren, aber wann und wo du anderen Leuten von ihr erzählst, bleibt gänzlich dir überlassen. Such dir also den Zeitpunkt aus, der dir am meisten zusagt. Von langer Hand vorbereitet oder lieber ganz spontan - die Entscheidung liegt bei dir. 

Zusammenfassung

Jede Frau erlebt eine Schwangerschaft anders. Trotzdem tut es gut, sich in Erinnerung zu rufen, dass du nicht die Einzige bist, die diese Erfahrung gemacht hat! Suche das Gespräch mit anderen Eltern, die du kennst, um herauszufinden, wie sie sich gefühlt haben und mit welchen Überraschungen oder Hindernissen sie konfrontiert waren. Je mehr du in Erfahrung bringst, desto besser kannst du dich vorbereiten. 

Das ist sie also - Schwangerschaft, auf den Punkt gebracht. Wir wissen, dass ein Blog-Post bei weitem nicht alle Fragen beantworten oder alle Sorgen vertreiben kann, aber er ist ein guter Anfang. Wir habe noch eine ganze Menge Blogs mit Ratschlägen und Tipps auf Lager. Schau also regelmäßig bei uns vorbei! 

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