Das Baby ist da - was jetzt?

Mum and baby rocking in nursing chair at night

Das ist die Frage, die sich die meisten Eltern stellen, wenn es erst einmal soweit ist - und sie ist durchaus berechtigt. In diesem Beitrag versuchen wir, ihr auf den Grund zu gehen.

Mum and dad returning home with baby in a car seat

1. Achte auf dich | Wohlbefinden nach der Geburt

Du hast wahrscheinlich das Gefühl, dass die Bedürfnisse des Babys jetzt vor allem anderen stehen. Vergiss dabei aber nicht, auch auf dich selbst zu achten. Je besser dir das gelingt, umso eher bist du in der Lage, dich auch gut um dein Baby zu kümmern. Wir haben einige Tipps für dich parat: 

Ruhe dich aus, wann immer es geht

Diesen Rat hast du bestimmt schon oft gehört (meist kommt er von Eltern mit schwarzen Schatten unter den Augen). Das ändert aber nichts daran, dass er absolut zutrifft. Ruhe dich aus, so oft dies möglich ist! Das Elternsein macht Spaß, aber dass man dabei ausreichend Schlaf bekommt, kann wohl niemand behaupten. Deshalb ist es wichtig, dass du so viel Schlaf wie möglich nachholst.

Leider sind Babys nicht besonders rücksichtsvoll, wenn es darum geht, deine „Ruhezeiten“ einzuhalten. Versuche also, dich der Routine deines Babys anzupassen. Im Klartext: Wenn das Baby schläft, solltest du das auch tun. Leg dich hin, sobald du die Gelegenheit dazu hast. Gut möglich, dass du dafür andere Dinge vernachlässigen musst - Hausarbeit, Gruppenchat, das Box-Set deiner Lieblingsserie - aber sogar eine kurze Auszeit hilft dabei, deinen Energiehaushalt auszufüllen und die schlaflose Nacht ein wenig wettzumachen.

Gönn dir etwas.

Die letzten 9 Monate waren ziemlich hektisch, von den letzten Wochen, seit denen das Baby da ist, gar nicht zu reden. Du hast dir eine Belohnung verdient. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn es darum geht, dir etwas zu gönnen! Lass dir das Abendessen liefern, nimm dir Nachschlag vom Dessert, mach einen Spaziergang im Park, triff dich mit Freundinnen - oder geh einfach zeitig ins Bett. Ganz egal, was du brauchst, um dir eine kleine Auszeit zu gönnen und dich zu verwöhnen - tu es einfach. Du hast es dir verdient.

Teile die Verantwortung

Wenn du einen Partner hast, ist Aufgabenteilung angesagt. Falls du stillst, fällt dir damit automatisch die Hauptverantwortung zu - aber auch hier kannst du ein System einrichten, in dem dein Partner dich auf andere Weise unterstützt. Putzen, Mahlzeiten vorbereiten, die Besuche von Freunden und Familienmitgliedern organisieren, die dich und dein Baby sehen wollen... Mit jeder Aufgabe, die du abgibst, wird dein Freiraum ein wenig größer.

Hab keine Scheu, andere um Hilfe zu bitten

Auch diesen Rat hört man immer wieder, und das zu Recht. Jetzt, da dein Baby da ist, werden dir sicher viele Personen in deinem Umkreis Hilfe anbieten oder sich als Babysitter zur Verfügung stellen. Nimm sie beim Wort! Wenn Schlafmangel zu einem echten Problem wird, bitte jemanden, auf das Baby aufzupassen, damit du dich zwischen dem Stillen hinlegen oder dir ein Bad gönnen kannst. Gut möglich, dass du dich an den Tagen, an denen andere in der Arbeit sind und du mit dem Baby zuhause sitzt, ein wenig einsam fühlst. Es macht einen Riesenunterschied, ob man zwischen dem Stillen und dem Nachmittagsfernsehen jemanden zum Reden hat.

Wenn es dir nicht gutgeht - rede darüber!

Eine Schwangerschaft sowie die Zeit danach ist geprägt von widersprüchlichen, geradezu überwältigenden Emotionen. Dass dir manchmal alles zuviel wird, ist absolut verständlich. Wichtig ist, dass du mit jemandem darüber redest. Erzähl deinem Partner, wie du dich fühlst, tausche dich mit anderen Müttern aus und rede mit deiner eigenen Mutter.

Obwohl wir alle das Elternwerden auf unterschiedliche Weise erleben, ist es durchaus möglich, dass es jemandem in deinem Bekanntenkreis schon einmal so ergangen ist wie dir. Indem du deine Erfahrungen teilst, wirst du merken, dass du nicht alleine bist. Wenn du Gefahr läufst, von deinen Gefühlen überwältigt zu werden, solltest du unbedingt mit deiner Hebamme oder deinem Arzt sprechen. Postnatale Depression kommt häufig vor und es ist keine Schande, sich Hilfe zu suchen. Die britische NHS bietet eine Reihe von Ressourcen zur psychischen Gesundheitan.

Vergleiche dich nicht mit anderen.

Wir wissen schon: Das ist leichter gesagt als getan. Schließlich hat man bei den diversen Babygruppen und -treffs ständig andere Eltern vor Augen. Es ist fast unvermeidlich, dass wir Vergleiche zwischen ihnen und uns anstellen, und bis zu einem gewissen Grad auch ganz natürlich. Vergiss aber nicht, dass es keine Rolle spielt, ob du die Dinge „richtig“ machst. Wichtiger ist, dass du sie auf eine Weise erledigst, die für dich funktioniert.

Wir alle haben unsere ureigensten Bewältigungsmechanismen in verschiedenen Lebensbereichen - das Elternsein nicht ausgenommen. Auch du wirst deinen Weg finden. Vertraue deinen Instinkten und lass dir keine Schuldgefühle einimpfen. Wenn du ohnehin Spaß an der Sache hast, umso besser! Auf keinen Fall solltest du dich fragen, ob du deine neue Lebensphase vielleicht nicht ernst genug nimmst oder gestresster sein solltest. Wie schon gesagt - jeder Mensch ist anders. Uns mit anderen zu vergleichen, hat daher wenig Sinn! 

Baby lying down on a changing mat

2. Achte auf das Baby | Steile Lernkurve

So wichtig es auch ist, dass du auf dich selbst achtest - machen wir uns nichts vor: Dein Baby braucht jede Menge Hege und Pflege! Wie auch die Schwangerschaft selbst erfordert die Zeit danach ein wenig Geduld, bis sich ein Rhythmus eingestellt hat.

Routinen

Viele Eltern schwören bei der Babypflege auf Routinen und Rituale - allerdings haben die meisten von ihnen auch Beispiele von Misserfolgen auf Lager. So ist das Leben! Manchmal hat man Glück und das Baby eignet sich von selbst einen guten Schlafrhythmus an, manchmal braucht es Tränen und unzählige schlaflose Nächte, bis es soweit ist. Wer Zwillinge oder gar Drillinge hat, sollte sich auf einen noch längeren Übergang einstellen.

Generell gilt: Eine Routine lässt sich nicht erzwingen. Gehe entspannt an die Sache heran, probiere aus. welche Dinge für dein Baby funktionieren und welche für dich. Dieser Prozess wird eine Weile dauern, und es ist gut möglich, dass du mittendrin auf Plan B umsteigen musst. Das ist völlig normal und gehört dazu. 

Versuch und Irrtum.

Sag dir immer wieder vor, dass es mit Babys keine Universalregeln gibt, die für alle gelten. Nur, weil etwas für andere Eltern und ihre Kinder super funktioniert, heißt das nicht, dass es auch für dich klappt. Nimm dir Zeit, mach immer nur einen Schritt auf einmal und hab keine Angst davor, eine andere Richtung einzuschlagen. Schließlich gibt es für die meisten Probleme mehr als nur eine Lösung! Und selbst wenn du eine Routine gefunden hast und alles wie am Schnürchen läuft, wird früher oder später etwas eintreten, das sie wieder durcheinanderbringt. Bleib also flexibel. Tue dein Bestes und passe euren Rhythmus an, wenn dies notwendig ist. 

Nimm dir Zeit für dich und dein Baby.

Ein Baby im Haus bedeutet meist auch jede Menge Gäste. Natürlich ist es schön, dass so viele Menschen den neuen Erdenbürger willkommen heißen möchten - vergiss aber bei dem ganzen Wirbel nicht darauf, dir ausreichend Zeit für dich, deinen Partner und das Baby zu nehmen. Beschränke Besuch auf bestimmte Zeiten (außer, ein Besuch besteht darauf, die Geschirrspülmaschine ausräumen und die Küche zu putzen!). Und wenn du einmal keine Lust darauf hast, auszugehen, bleib ruhig daheim und nutze die Gelegenheit, mit deinem Baby ausgiebig zu kuscheln. 

Sei nachsichtig mit dir selbst.

Du hast vielleicht schon gemerkt, dass alle unsere Tipps auf diesem Prinzip beruhen: Sei nicht zu streng mit dir. All das ist Neuland für dich. Und sogar, wenn dies nicht zutrifft und du schon Kinder hast, gibt es keine Garantie dafür, dass die Dinge diesmal genauso ablaufen wie bei deinem ersten, zweiten, dritten oder vierten Kind. Denke am besten nur von einem Tag auf den anderen und sei nachsichtig mit dir. Du musst dich an deine neuen Umstände erst gewöhnen, so wie dein Partner auch. Ihr schafft das! 

Zusammenfassung

Viele der hier angeführten Ratschläge klingen wie Klischees - aber es gibt einen guten Grund dafür, weshalb dir unsere Tipps wahrscheinlich bekannt vorkommen: Sie alle treffen den Nagel auf den Kopf! Allerdings ist es gar nicht so einfach, sie zu befolgen, wenn man wenig Energie hat, müde ist und sich in einer neuen Situation zurechtfinden muss.

Vergiss nicht, ab und zu innezuhalten und dir zu überlegen, wieviel du schon geschafft hast. Vor ein paar Monaten noch warst du schwanger und hast Kinderwägen verglichen. In all den Jahren davor hast du nie auch nur einen Gedanken an schmutzige Windeln verschwendet. Jetzt ist dein Baby da - und es liebt dich bedingungslos! Sich um ein Baby zu kümmern, ist nicht immer einfach - aber es lohnt sich. Wer Kinder hat, findet früher oder später seinen Weg als Eltern, und das wird auch bei dir so sein. Wir wünschen dir und deinem Baby nur das Allerbeste!

Auch für alles andere kannst du auf uns zählen. Egal, ob du ein Upgrade für deinen Kinderwagen brauchst, das Kinderzimmer dekorieren möchtest oder noch einige Bestandteile der Erstausstattung brauchst: Wir stehen dir mit Rat, Tat und günstigen Babyprodukten zur Verfügung.

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